Modulares Einfamilienhaus | BÜ

Errichtet wurde ein modulares Wohnhaus auf einem gepachteten Grundstück, das eine ressourcenschonende Nachverdichtung im urbanen Kontext ermöglicht. Das Planungskonzept orientiert sich an den Anforderungen einer fünfköpfigen Familie und verfolgt das Ziel, nachhaltiges, energieeffizientes und ökologisch verantwortungsvolles Wohnen mit einer maximalen Flächeneffizienz und zugleich hoher räumlicher Qualität zu verbinden.

Der Baukörper gliedert sich in vier Module: drei Wohnmodule sowie ein ergänzendes Funktionsmodul, das den Technikraum und den Dachboden aufnimmt und zugleich den Eingangsbereich überdacht.

Das Gebäude wurde für den Transport per Tieflader konzipiert und ist vollständig demontierbar. Die Gründung auf wiederverwendbaren Schraubfundamenten ermöglicht einen reversiblen Rückbau ohne Erdbewegungen.

Dadurch konnten sowohl die Bauzeit verkürzt als auch die Baukosten reduziert werden. Die konstruktive Verbindung der einzelnen Raumeinheiten erfolgt über Leimbinder entlang der Längsseiten. Diese übernehmen sowohl tragende als auch verbindende Funktionen und bilden das konstruktive Rückgrat des modularen Systems.

Aus den einzelnen Modulen entsteht ein zusammenhängender Lebensraum, der konstruktive Klarheit mit einer hohen Wohnqualität verbindet. Die modulare Struktur bleibt dabei ablesbar, tritt jedoch zugunsten eines harmonischen räumlichen Gesamteindrucks in den Hintergrund.

Reversible Schraubverbindungen ermöglichen eine lösbare Fügung der Module. Sie sind die konstruktive Voraussetzung dafür, dass das Gebäude langfristig angepasst, vollständig demontiert und in seinen Bauteilen wiederverwendet werden kann – ein zentrales Prinzip des Entwurfs und der zirkulären Bauweise.